Leicht schwebt er über der Oberfläche, er scheint sich verstecken zu wollen, unsichtbar zu machen, doch genau das macht ihn interessant. Diese Geschichte handelt nicht von Casper dem Gespenst oder einem seiner Onkel, sondern dem sogenannten 'Ghost Button'.

Schlicht, simpel und einfach wirkt der Ghost Button und trotz dieses minimalistischen Auftretens schreit er nach der Aufmerksamkeit des Benutzers. Wie eine Einladung zu einem Abenteuer wartet er nur darauf geklickt zu werden. Der Benutzer kann nicht anders als dem Folge zu leisten. Zu verlockend wirkt der Ghost Button auf ihn. Doch was macht ihn zu so einem Eyecatcher?

„Es sind Kleinigkeiten, die Dinge zur Perfektion bringen, aber Perfektion ist keine Kleinigkeit”
Leonardo da Vinci

Ursprung

Das Jahr 2014 war prägend für diesen Trend. Vorbei sind die Tage der dreidimensionalen Elemente. Flach ist angesagt und dafür kommt der Ghost Button wie gerufen. Sein Aussehen integriert sich perfekt in das minimalistische Layout heutiger Websites, Betriebssysteme und Co.
Er ist so leicht beschrieben wie er ausschaut: lediglich ein, zwei Wörter, bestehend aus einem dünnen serifenlosen Font und einem ebenso dünnen Rahmen zieren ihn. Hier und da verzichtet man sogar ganz auf den Rahmen. Eine eigene Hintergrundfarbe besitzt er meist nicht, transparent wirkt er noch eleganter. Seinen Ursprung findet man vor knapp 50 Jahren.

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Head Up Display

In den späten '60ern verwendete man ihn für die HUDs (Head-Up Display) von Militärflugzeugen. Da sich das HUD genau im Sichtfeld des Benutzers befindet und man eine Beeinträchtigung des Piloten verhindern wollte, musste man eine Lösung dafür finden. Der Ghost Button besitzt dank seiner Transparenz die perfekten Eigenschaften und so fand er seine erste Verwendung.

Verwendung

Genau diese militärische Funktion nahm man sich als Vorbild. Viele Hollywoodstreifen bedienten sich des Ghost Buttons. Ironman´s HUD, das Informationspanel der Enterprise oder auch das Interface von Ender's Game, um die bekanntesten Beispiele zu nennen. Doch auch Betriebssystementwickler und Webgestalter haben den Ghost Button für sich gefunden. Das von Apple entwickelte mobile Betriebssystem iOS 7 setzte auf minimalistisches Design. Schriftzüge wurden schmaler und Icons flacher. Unter all den optischen Änderungen war auch der Ghost Button zu finden. Mit Apple sprang auch Windows auf den Zug auf. Das Betriebssystem Windows 8 nutzt neben seinem Kacheldesign auch Ghost Buttons in seinem Menü.

Pro & Contra

Webgestalter scheinen gar nicht genug von diesem Button zu bekommen. Oft sieht man sie in Kombination mit einem großformatigen Foto als Hintergrund. Er kann aber auch vor einem Video gut in Szene gesetzt werden. Die Beliebtheit lässt sich leicht anhand der Vorteile verstehen.

  1. Pro
    • Trotz des schlichten Looks lässt der Ghost Button eine Website geordnet erscheinen, kann Akzente setzen und einen freien Blick auf den Hintergrund gewähren.
    • Dank ihrer Transparenz passen sie sich hervorragend anderen Designelementen an.
    • Im Moment sind Ghost Buttons stark im Trend, lassen also die Website aktuell erscheinen.
  2. Contra
    • Der Ghost Button kann bei falscher Anwendung nicht als Button erkannt oder vom eigentlichen Text unterschieden werden.
    • Aufgrund der Transparenz muss man verstärkt auf die Hintergrundwahl achten, um die Lesbarkeit zu gewähren.

Fazit

Im Großen und Ganzen ist der Ghost Button als ein zeitgemäßes Element anzusehen, dessen Verwendung jedoch gut durchdacht werden sollte. Sein simples Erscheinen passt hervorragend zum heutigen minimalistischen Stil, falsch angewandt kann er aber auch leicht übersehen werden oder gar Verwirrung beim Benutzer stiften.